28 Years Later: The Bone Temple (2026)
Original-Titel: 28 Years Later: The Bone TempleBack to back gefilmt: Nur wenige Monate nach „28 Years Later“ kommt jetzt „28 Years Later: The Bone Temple“ mit Ralph Fiennes und Jack O'Connell.
Die Handlung von 28 Years Later: The Bone Temple
Mit „28 Years Later: The Bone Temple“ treibt Regisseurin Nia DaCosta das von Danny Boyle und Alex Garland geschaffene Zombie-Universum konsequent weiter – und verleiht ihm eine radikale neue Perspektive. Die Fortsetzung des epischen Endzeitdramas stellt vertraute Gewissheiten infrage und führt die Geschichte in unerwartete, verstörende Richtungen. Im Zentrum steht Dr. Kelson (Ralph Fiennes), der sich in einer zutiefst beunruhigenden neuen Verbindung wiederfindet – mit möglichen Folgen, die das fragile Gleichgewicht der bekannten Welt nachhaltig erschüttern könnten. Gleichzeitig gerät Spike (Alfie Williams) durch seine Begegnung mit Jimmy Crystal (Jack O'Connell) in einen albtraumhaften Strudel, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
„28 Years Later: The Bone Temple“ verschiebt die Grenzen des Grauens: Nicht länger sind es allein die Infizierten, die Angst verbreiten. Vielmehr offenbart der Film, dass die wahren Schrecken in der verdorbenen Menschlichkeit der Überlebenden liegen können – grausamer, als es jede Seuche je sein könnte.
Kritik zu 28 Years Later: The Bone Temple
Ein Double-Feature für die Ewigkeit – und der zweite Teil einer Trilogie IN der Trilogie? Mit „28 Days Later“ erschuf Regisseur Danny Boyle 2002 einen der einflussreichsten und wegweisendsten Zombiefilme unserer Zeit. Ein Meisterwerk des reduzierten Horrors, das eine ganze Generation von hirnhungrigen Beißern prägte. Mit „28 Weeks Later“ wurde der Klassiker dann zwar einige Jahre später einigermaßen okay fortgesetzt, Danny Boyle selbst war damals aber nicht mehr wirklich involviert. Seiner Meinung nach hätte es nach Teil 1 keine Fortsetzung gebraucht – zumindest habe er selbst in dieser postapokalyptischen Welt nichts mehr zu erzählen gehabt.
Das änderte sich jedoch maßgeblich, als Danny Boyle über 20 Jahre später „28 Years Later“ ankündigte: Nicht nur, dasss Boyle nach all den Jahren tatsächlich eine Fortsetzung auf die Beine stellen wollte, der Brite kündigte zudem an, Material und Story für eine komplett neue Trilogie gesammelt zu haben!
Mit „28 Years Later: The Bone Temple“, den Boyle und Drehbuchautor Alex Garland zusammen mit Regisseurin Nia DaCosta direkt im Anschluss der Dreharbeiten zu „28 Years Later“ produzierten, funktioniert das Sequel als nihilistische Anthologie zweier Individuen inmitten der britischen Endzeit, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zwar kommt dabei Alfie Williams' Spike aus Teil 1 ein wenig zu kurz, dafür strahlen aber Jack O'Connell als herrlich verdrehter Sir Jimmy Crystal und Ralph Fiennes als Dr. Kelson über alles hinweg. Der eine hat sich sein ganz persönliche Tafelrunde von Psychopathen gebastelt, der andere sucht irgendwo zwischen meditativ und geerdet nach einem Heilmittel.
So entstand eine Fortsetzung, die optisch, erzählerisch und stlistisch zwar komplett anders daherkommt als „28 Years Later“, im Kern aber doch so gleich ist. Und die Kirsche im Outro ist ein Comeback, mit dem wahrscheinlich niemand mehr gerechnet hätte!