Cast

Die Handlung von Catherine, Lady wider Willen

Wir schreiben das Jahr 1290, oder so.

Als jüngstes Kind von Lord Rollo (Andrew Scott) und Lady Aislinn (Billie Piper) hat es die junge Lady Catherine aka Birdy (Bella Ramsey) nicht leicht. Zwar hat sie das mittelalterliche Stonebridge und das Anwesen der Familie längst in ihren ganz persönlichen Spielplatz verwandelt, wird ausgerechnet sie plötzlich aber dazu auserkoren, die Familie vor dem Ruin zu bewahren.

Stonebridge Manor hat definitiv schon bessere Tage gesehen, auch finanziell steht Birdys Paps aktuell nicht sonderlich prächtig da. Also muss eine Hochzeit mit einem Edelmann her!

Aber Birdy, wie alle Teen-Heldinnen vor und nach ihr, ist geistreich, clever und abenteuerlustig - und gewillt, jeden noch so schmierigen Anwärter in die Flucht zu schlagen. Dank ihrer Kreativität und ihrer trotzigen Art kann sich Birdy so ihre Unabhängigkeit bewahren. Auch wenn das bedeutet, dass ihre Eltern ihr aufs Dach steigen. Als jedoch der fieseste aller Anwärter vor den Mauern des Anwesens aufschlägt, müssen Birdy, Rollo und Aislinn wieder zueinander finden...


Kritik zu Catherine, Lady wider Willen

Ganz schön loses Mundwerk, diese Lena Dunham. Seit Jahren ist die New Yorkerin fleißig dabei, Hollywood mit ihrer scharfzüngigen Art und reichlich Edge auf links zu drehen. Doch seit „Girls“, der feministisch unrasierten Antwort auf „Gossip Girl“, blieb der große Wurf aus. Bis jetzt. Mit „Catherine, Lady wider Willen“ - toller Titel, danke Prime Video - tischt uns die Autorin und Regisseurin eine Mittelalterstory auf, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben.

Die schwarzhumorige Coming-of-Age-Dramedy bequatscht frei heraus Themen wie Intimhygiene, Monatsblutung und den Verlust des Jungfräulichkeit, natürlich alles im historisch ansprechenden Kostümsetting. Dabei wahrt „Catherine, Lady wider Willen“ jedoch die Balance zwischen Moderne und Altertum, die Dialoge sind mal herrlich schräg und direkt, dann wieder gestelzt und versartig.

Speziell Bella Ramsey kann hier mal wieder strahlen. Als alles andere als typische Mittelalter-Lady, die von ihrem Vater (brillant: Andrew Scott) dazu gezwungen werden soll, das eigene Haus per Blitzhochzeit finanziell abzusichern, passt kaum jemand besser ins Bild. Höchstens noch Kaitlyn Dever - aber die hat in „Rosalinde“ nächste Woche ja schon genug mit Romeo und Julia zu tun.

Lohnt sich, weil...

... Historienfilme mit losem Mundwerk scheinbar in sind. Noch frecher als „Emma.“ - vor allem dank Newcomerin Bella Ramsey!