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Die Handlung von Emmas Herz

Emma dachte, dass sie mit Jesse die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Doch kaum ist das Paar verheiratet, geht es für Jesse auch schon nach Alaska. Normalerweise würde Emma ihn begleiten, doch so kurzfristig ist es selbst für sie nicht möglich. Also harrt sie daheim und wartet sehnsüchtig auf einen Anruf ihres Mannes – der nie kommt. Stattdessen erhält sie einen viel erschütternderen Anruf: Der Hubschrauber mit ihrem Mann ist abgestürzt.

Die Tage, Wochen und Monate vergehen ohne ein weiteres Lebenszeichen ihres Mannes. Die Welt dreht sich weiter und so startet auch Emma in eine neue Zukunft mit ihrem einstigen Schulfreund Sam. Doch gerade als die beiden ihre Verlobung bekannt geben, kommt die nächste Hiobsbotschaft. Emmas Mann hat den Absturz irgendwie überlebt. Für wen entscheidet sie sich? Für ihren totgeglaubten Ehemann oder ihren neuen Verlobten?


Kritik zu Emmas Herz

Whoop, whoop! Hallmark ist mal wieder in da House – und das heißt in den meisten Fällen nichts Gutes. Auch im Fall von „Emmas Herz“ müssen wir euch enttäuschen. Feinste Billigproduktion gepaart mit stocksteifer, Postkarten-Performance und Logiklücken, die nicht einmal ein gewöhnlicher Teppich verdecken kann. Viel mehr als das, okay, außer vielleicht Simu Liu als großen Namen vor der Kamera, hat „Emmas Herz“ leider nicht zu bieten.

Die erste Hälfte des Films ist an schlechter Schauspielerei kaum zu übertreffen, da schneiden selbst die zahlreichen, von Lächerlichkeit kaum zu überbietenden Reality-Shows besser ab. Ein Blick in die Social Media Accounts diverser Hochzeitspärchen hätte geholfen, um den Heiratsantrag samt der darauffolgenden Hochzeitsfeier authentischer zu gestalten. Erst als Simu Liu („Barbie“) auf der Bildfläche erscheint, nimmt „Emmas Herz“ endlich eine halbwegs erträgliche Wendung. Aber das wäre ja langweilig. Stattdessen wird kurzerhand einfach der totgeglaubte Ehemann aus dem nassen Grab geholt, um nochmal für künstliches Drama zu sorgen. Quasi als würde man „Cast Away“ aus der Sicht von Kelly erzählen – nur eben auf einem höllisch unterirdischen Niveau.

Und hier fangen die Logiklücken erst richtig an. Wie hat er den Absturz überlebt und konnte so lange unter dem Radar agieren? Alaska ist zwar nicht dicht besiedelt, aber auch kein Land fernab der Zivilisation. Und wie kann er glauben, dass seine Frau all die Zeit auf ihn wartet und letztlich alles und jeden für ihn stehen lässt?

Aber was will man auch erwarten, wenn man Andy FickmanEmmas Herz“ inszenieren lässt, immerhin ist er eher in der Comedy-Sparte beheimatet und hat uns dort schon so mittelmäßige Streifen wie „Chaos auf der Feuerwache“ beschert. Halt! Hier liegt die Schuld wohl nicht allein an Fickman, denn „Emmas Herz“ beruht auf dem Roman von Taylor Jenkins Reid. Da fragen wir uns doch, ob Reid die Logiklücken bereits in ihrem Buch verzapft hat oder Fickman sich hinterher dachte, ach dies und das wird schon nicht so wichtig für den Film sein.

Lohnt sich nicht, weil auch irgendwann mal bei uns Romantikern eine Grenze erreicht ist. „Emmas Herz“ überschreitet diese im Sauseschritt.