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Die Handlung von Generation Beziehungsunfähig

Das Leben von Tim (Frederick Lau) könnte eigentlich nicht besser laufen. Er hat einen lukrativen Job innerhalb einer Influencer-Agentur und lebt mit seinem besten Freund Luis (Tedros Teclebrhan) in einer Männer-WG. Zusammen mit Luis lebt er das Single-Leben schlechthin. Jeden Tag trifft er eine neue Dame, die er für eine kurze unverbindliche Nacht mit ihm verführen kann. Doch während sein WG-Bewohner dieses Dasein allmählich satt hat und am liebsten direkt die Frau fürs Leben an seiner Seite wissen will, könnte Tim mit seinen täglichen One Night Stands scheinbar ewig weitermachen.

Zumindest so lange, bis er auf die schlagfertige Single-Dame Ghost (Luise Heyer) trifft. Er will es nicht so recht wahr haben, doch ausgerechnet sie erweckt in ihm Gefühle, die weit über ein befristetes sexuelles Stelldichein hinausgehen. Doof nur, dass Ghost im Grunde sein weibliches Pendant ist, sie macht nämlich auch einen großen Bogen um feste Beziehungen und denkt nicht einmal im Traum daran, wegen Tim dies zu ändern. Oder doch? Tim setzt zumindest alles daran, Ghost vom Gegenteil zu überzeugen...


Kritik zu Generation Beziehungsunfähig

Könnt ihr euch noch an die Liebeskomödie „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ aus dem Jahr 2007 erinnern? Damals hat Regisseur Leander Haußmann („Das Pubertier – Der Film“) den gleichnamigen Beziehungsratgeber des Ehepaares Allan und Barbara Pease für die Leinwand in Szene gesetzt. Doch so abstrus diese Idee auch erscheint, ausgerechnet einen Ratgeber filmisch umzusetzen, ist mittlerweile kein Einzelfall. Erst vor wenigen Jahren erschien der amerikanische Film „The Secret – Traue dich zu träumen“ auf der Grundlage des Esoterik-Ratgebers von Rhonda Byrne auf der Bildfläche. Und nur ein Jahr später überrascht uns nun Helena Hufnagel mit einer weiteren Adaption eines Ratgebers.

Generation Beziehungsunfähig“ heißt das gute Stück und basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Michael Nast. In seinem Werk hat Nast eine komplette Generation auf zugleich nüchterne und zynische Weise analysiert, die sich dank der unzähligen Dating-Optionen nicht mehr binden kann und vor allem es auch nicht mehr will. Aus dieser Prämisse hat Helena Hufnagel, die nach „Einmal bitte alles“ mit „Generation Beziehungsunfähig“ ihren mittlerweile zweiten Langfilm vorlegt, eine Liebeskomödie inszeniert, die sowohl vor als auch hinter der Kamera einige deutsche Hochkaräter versammelt. So tummeln sich Luise Heyer („xxx“) und Frederick Lau („Das perfekte Geheimnis“) als die Protagonisten Ghost und Tim am Set, während Matthias Schweighöfer mit seiner Firma Pantaleon Films für die Produktion zuständig war.

Lohnt sich, weil die Chemie zwischen Frederick Lau und Luise Heyer hier jede noch so grobe Story-Schwäche ausbügelt. Zuzusehen, wie sich die beiden Sturköpfe verrennen, sich aktiv gegen ihr Glück sträuben und letztlich doch der großen Liebe verfallen, ist alles andere als klischeehaft.