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Die Handlung von Look Both Ways

So hat sich Natalie (Lili Reinhart) ihren Uni-Abschluss definitiv nicht vorgestellt. Ausgerechnet am Abend vor ihrer großen Absolventen-Party steht die angehende Marketing-Managerin vor der Entscheidung ihres Lebens - und die sorgt kurzerhand dafür, dass sich ihr Leben in zwei Parallelwelten aufsplittet.

In der einen Realität wirft ein positiver Schwangerschaftstest Natalies Pläne komplett über den Haufen. Gemeinsam mit ihrem One-Night-Stand-Lover Gabe (Danny Ramirez) zieht sie deshalb zurück in ihre Heimat nach Austin, Texas. Doch ihre Eltern Rick und Tina (Luke Wilson und Andrea Savage) sehen Natalies spontane Kursänderung eher mit gemischten Gefühlen.

In der Alternativrealität ist Natalies Schwangerschaftstest negativ. Nach der ausgelassenen Abschlussparty geht's für sie ganz planmäßig ins sonnige Los Angeles, wo sie einen Job bei Social Media-Queen Lucy Galloway (Nia Long) ergattern will. Am ersten Abend in L.A. trifft Natalie auf den attraktiven Jake (David Corenswet), der, wie sich am Bewerbungstag herausstellt, ebenfalls bei Galloway arbeitet. Eigentlich der perfekte Einstand.

Eigentlich. Denn ganz egal welche Realität Natalie auch verfolgt, in beiden Lebensbahnen findet Natalie die scheinbar wahre Liebe, folgt ihrem Karrieretraum als Künstlerin und findet sich selbst.


Kritik zu Look Both Ways

Seit Jahren bespielt der Streaming-Anbieter Netflix das romantische Genre sowohl witzig als auch dramatisch mit zahlreichen neuen Filmhits. Nicht alle Projekte zünden gleich intensiv, an einem guten Tag funktioniert aber noch jede halbwegs überzeugende Lovestory. Zumindest was mich betrifft - und den hauseigenen Netflix-Charts zufolge auch tausende Netflix-User neben mir!

Mit „Look Both Ways“ setzt Netflix jetzt erstmals wieder auf eine Zusammenarbeit mit „Riverdale“-Entdeckung Lili Reinhart. Als Studentin auf dem Weg ins Arbeitsleben steht ihre Figur ganz plötzlich (und ohne es zu ahnen) vor einem Scheideweg: Verfolgt sie ihren Traum ganz nach Plan oder geht sie den Umweg - und sichert sich damit sogar ein noch erfüllenderes Leben?

Was „Look Both Ways“ dabei so besonders macht, ist die Erzählweise inklusive philosophischem Unterton. Zwar hat Reinharts Nathalie keine Entscheidung per se zu treffen (da ihr die Entscheidung mittels Test abgenommen wird), zeigt die romantische Netflix-Dramedy aber auf wundervolle Weise, dass plötzliche Planänderungen im Leben lediglich Umwege ins Glück sind. Ob wir letztlich da ankommen, wo wir hinwollen (ohne es vielleicht von Beginn an zu wissen), liegt ganz allein an uns.

Lohnt sich, weil die Dramedy-Romanze das Romcom-Thema mal aus einer völlig neuen Sicht betrachtet. Natürlich sind beide Storys für sich genommen absolut genretypisch und wenig überraschend gestrickt, sorgt der Was-wäre-wenn-Charakter in „Look Both Ways“ aber für einen charmanten Twist.