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Die Handlung von Raus aus dem Teich

Entenpapa Mack Mallard kann einfach nicht verstehen, warum seine Frau Pam und seine Kinder Dax und Gwen so darauf brennen, den heimischen Ententeich in Neuengland zu verlassen, um die große, weite Welt zu erkunden. Schließlich hat er alles in seiner Macht Stehende getan, um vor allem den Kids das Fürchten über solche Abenteuer zu lehren.

Doch alles war für die Katz. Kaum macht eine Schar Zugvogelenten Rast in Macks Teich und erzählen voller Bewunderung von ihren Reiseabenteuern, ist die Reiselust seiner Familienmitglieder erneut entfacht. Entsprechend lässt sich Mack letztlich doch dazu überreden, die Reise anzutreten. Ihr Ziel: Jamaika. Doch bis dahin ist es ein weiter, nicht selten Nerven aufreibender Weg.

So landen sie mitunter versehentlich in New York in einer Großküche, in der sie ein glucksender Sternekoch nur allzu gern zum nächsten Gourmet-Schmaus verarbeiten würde. Im Sumpf machen sie dann auch noch Bekanntschaft mit ziemlich komischen Reihern, bis sie fast schon paradiesische Zustände auf einer Hühnerfarm erleben. Unvorhergesehene Hürden und Abenteuer am laufenden Band.


Kritik zu Raus aus dem Teich

Nach dem kleinen Ausflug in die Welt von Nintendo breitet Universal mit Illumination Entertainment erneut die Flügel aus. Mit einer Entenfamilie geht es „Raus aus dem Teich“. Tiere zu animieren und sprechen zu lassen, ist immerhin kein Neuland für das berühmte Studio, dass uns „Ich – Einfach unverbesserlich“ beschert hat. So gehen bereits „Pets“ und „Sing“ auf deren Konto.

Entsprechend haben sie sich auch direkt Ken Daurio, einen alten Bekannten aus ihren vorherigen Projekten, für das „Raus aus dem Teich“-Projekt gesichert. Unterstützung bekommt Daurio unter anderem von Mike White, dem Schöpfer der satirischen Serie „The White Lotus“, und „Ernest & Célestine“-Regisseur Benjamin Renner, der nebst dem Drehbuch auch die Regie beim Entenfilm übernommen hat.

Das Ergebnis dieser geballten Expertise ist ein knallbunter Film mit herrlichen Landschaften, niedlich dreinblickenden Enten, viel Action und etlichen Lachern – da kann man auf halber Strecke schon einmal vergessen, was der Film eigentlich erzählen will. Allzu moralisch oder gar filmkritisch ist „Raus aus dem Teich“ jedenfalls nicht, obwohl man das zumindest bei dem Originaltitel „Migration“ schon fast glauben könnte. Stattdessen bekommen wir einen seichten Familienfilm mit typischen, aber definitiv amüsanten Familienrollen präsentiert. Was uns nur verwundert, ist die Altersbeschränkung. Es besteht keine! Dabei gibt es Szenen, wie der Hühnerhof oder die Begegnung im Sumpf, die auf die Kleinen durchaus verstörend wirken kann.

Das wahrlich große Highlight sind aber die motivierten Schauspieler hinter dem Mikrofon. Während im Original so Größen wie Kumail Nanjiani („Eternals“), Danny DeVito und Jungstar Isabela Merced („Dora und die goldene Stadt“) ihre Stimmen erheben, sind in der deutschen Synchro beispielsweise der aufstrebende Kinderstar Julius Weckauf („Der Junge muss an die frische Luft“) und GNTM-Laufstegtrainer Jorge González zu hören. Besonders Letzterer scheint in „Raus aus dem Teich“ förmlich aufzublühen. Eine wahre Überraschung.

Lohnt sich, weil in diesen animierten Kinderfilm mal nicht zu überschwänglich die Moralkeule geschwungen wird und man sich stattdessen voll und ganz auf die verrückten Vögel und ihre Abenteuer einlassen kann. Einzig und allein die nicht vorhandene Altersbeschränkung sollte mit Vorsicht genossen werden.