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3,5
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The Terror Room (2022)

Original-Titel: Shut In
FSK: 16
28.10.2022 (DE) -   Thriller |   Drama |   Horror |   Laufzeit: 90 Min.

Da hilft auch kein Beten mehr! D.J. Caruso hat aus „The Disappointments Room“ nichts gelernt. Sein neuer Raum ähm Film heißt „The Terror Room“.

Cast

Die Handlung von The Terror Room

Jessica kann es immer noch nicht glauben. Sie hat es tatsächlich geschafft, sich aus eigener Kraft aus dem Drogensumpf zu ziehen und von ihrem drogensüchtigen Freund Rob zu trennen. Nun muss sie nur weit genug von ihrem Ex weg, für ihr eigenes Wohl und das ihrer beiden kleinen Kinder Lainey und Mason. Sie hat auch schon alle Vorkehrungen getroffen, als sie sich plötzlich in der Vorratskammer des heruntergekommenen Hauses ihrer Großmutter einsperrt.

Jessica sieht bereits all ihre Felle davonschwimmen, als sich ausgerechnet ihr Ex-Freund Zugriff zum Haus verschafft. Er befreit sie zwar, doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. Denn nicht nur ist Rob in Begleitung seines pädophilen Kumpels Sammy, auch wird sie von diesem direkt wieder in der Vorratskammer eingesperrt und dort alleine zurückgelassen.

Während sie verzweifelt versucht, einen Ausweg aus der Kammer zu finden, muss sie ihre Tochter Lainey beruhigen und ihr zugleich erklären, wie sie ihren Baby-Bruder zu versorgen hat. Ein schwieriges Unterfangen, das eine noch viel drastischere Wendung nimmt, als ausgerechnet Sammy wieder ins Haus zurückkehrt.


Kritik zu The Terror Room

Filme, die sich um das Überleben und die Flucht aus engen, tödlichen Situationen drehen, gibt es viele. So muss sich eine junge Dame in Alexandre Ajas „Oxygen“ aus einer Kryo-Kapsel befreien, bevor ihr der Sauerstoff ausgeht. Ryan Reynolds war „Buried – lebend begraben“ und in Brendan Walsh’ „30 Grad unter Null“ sitzt ein Ehepaar in einem unter Schneemassen begrabenem Auto fest.

Ganz so drastisch wie in diesen Filmen, ergeht es derProtagonistin in „The Terror Room“ nicht, aber hier will man auch von der beengten Räumlichkeit profitieren. Damit das gelingt, braucht es aber einen starken Hauptcharakter, selbst wenn es nur eine verriegelte Vorratskammer ist. Das ist leider von der Besetzung her nicht gegeben. Rainey Qualley („Ocean’s 8“) steckt im Vergleich zu ihrer jüngeren Schwester noch in den Kinderschuhen ihrer Schauspielkarriere, ihr dann gleich so eine tragende Rolle in „The Terror Room“ zuzumuten, ist womöglich etwas viel verlangt.

Aber sie trägt nicht alleine die Schuld (wenn überhaupt). Es ist tatsächlich das Skript von „The Terror Room“, das wenig bietet. Dabei wurde es auf der berühmt-berüchtigten Blacklist unveröffentlichter Drehbücher hoch gehandelt. Ich frage mich wieso. Erstens: Die Prämisse ist hirnrissig. Wenn man eine Vorratskammer hat, die dazu neigt ins Schloss zu fallen und von Innen nicht zu öffnen ist, würde ich die Tür aushängen, einen provisorischen Griff innen befestigen oder einen Türstopper verwenden! Problem gelöst und der FIlm wäre nie entstanden.  Zweitens: Die Dialoge sind einfallslos. Von einem Kind im Alter von Lainey kann man ein bisschen sinnigere Fragen erwarten als „Mama, bist du da drin?“ kurz nachdem Jessica aus dem Raum heraus mit ihr gesprochen hat. Nur um ein Beispiel zu nennen. Drittens: Die Entscheidungen der Mutter sind so lachhaft, dass man sich als Zuschauer echt fragt, ob es wirklich so dringend ist, dass sie dort aus der Kammer will. So nagelt sie den Eindringling am Boden fest, nur um ihn wenig später wieder zu befreien. Oder sie setzt seine Hand in Brand, bedenkt aber nicht, dass sie sich damit selbst ausräuchert. Hier könnte man noch ewig aufzählen.

Das schlimmste sind aber die religiösen Symbole, die einem in „The Terror Room“ regelrecht mit einem Vorschlaghammer eingebläut werden.

Lohnt sich nicht, weil hier einfach so gar nichts zusammenpasst. Die Performance ist so lustlos, dass man denkt, die Frau habe es gar nicht so nötig, aus ihrem Gefängnis zu entfliehen.