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Die Handlung von The Visit

Es sollte ein ganz normaler Familienbesuch bei den Großeltern werden. Doch stattdessen mutiert der Abstecher ins US-Hinterland für zwei Geschwister recht fix zu einem garstigen Psycho-Trip. Dabei hat Mum (Kathryn Newton) für ihre Kids Becca und Tyler nur die besten Absichten, als sie den einwöchigen Urlaub bei Oma und Opa in Pennsylvania plant. Viel zu lange haben die Großeltern ihre Enkel nicht mehr gesehen. Auf der abgelegenen Farm kommen Bruder und Schwester schnell dahinter, dass die alten Leute in Wahrheit ein verstörendes Geheimnis hüten. Doch was verbirgt sich hinter der Regel, dass sie ihr Zimmer nach 21.30 Uhr auf keinen Fall verlassen dürfen? Das Unheil nimmt seinen Lauf und die Chancen, sicher zu ihrer Mum zurückzukehren, werden immer geringer...


Kritik zu The Visit

Die Wundertüte aus Hollywood schlägt wieder zu! Bei M. Night Shyamalan weiß nie so recht, woran man ist. Mal liefert er sensationelle Meisterklasse wie „The Sixth Sense“, „Unbreakable – Unzerbrechlich“ oder „Split“ ab, dann biegt er wiederum mit Gurken wie „Die Legende von Aang“ oder „After Earth“ zielgenau in Richtung Müllhalde ab. Als 2015 das erste Promomaterial zu „The Visit“ veröffentlicht wurde, war es wieder ganz ähnlich: Die Trailer hatte mächtig Potenzial, doch Shyamalan kam gerade aus einer tragischen Durststrecke und die Erwartungen blieben am Boden.

Tatsächlich gelingt dem Regisseur mit „The Visit“ aber ein eindrucksvolles Comeback in die Welt des Thrillers. Der Film erzählt die Geschichte der Geschwister Becca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould), die eine Woche bei ihren Großeltern auf dem Land verbringen. Was als harmloser Familienbesuch beginnt, entwickelt sich schnell zu einem albtraumhaften Erlebnis. M. Night Shyamalan zeigt hier wieder sein Auge für den Aufbau von Spannung und Atmosphäre. Die Kameraführung und das Setting unterstützen die klaustrophobische und unheimliche Stimmung perfekt. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Found-Footage-Technik, die dem Zuschauer ein unmittelbares und intensives Eintauchen in die schrägen Geschehnisse ermöglicht. Trotz des vertrauten Formats schafft es Shyamalan, frische und unerwartete Schreckmomente zu liefern, die das Publikum immer wieder in Atem halten.

Die schauspielerischen Leistungen von DeJonge und Oxenbould sind überzeugend und authentisch. Sie tragen den Film mit ihrer natürlichen Chemie und ihren glaubwürdigen Reaktionen auf die zunehmend beängstigenden Ereignisse. Auch die Darsteller der Großeltern, Deanna Dunagan und Peter McRobbie, liefern beeindruckende Performances ab, die herrlich leichtfüßig zwischen liebevoll, verrückt und bedrohlich hin- und herspringen.

„The Visit“ besticht durch seine gelungene Mischung aus Horror und Humor. Shyamalan fügt geschickt komische Elemente ein, die den Film auflockern und gleichzeitig die Spannung erhöhen. Die überraschende Wendung am Ende, ein Markenzeichen des Regisseurs, wird meisterhaft eingeführt und sorgt für einen unvergesslichen Schockmoment.

Lohnt sich, weil M. Night Shyamalan es versteht, die Zuschauer in eine gruselige und fesselnde Geschichte zu ziehen, die durch starke schauspielerische Leistungen und eine packende Inszenierung besticht.