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Die Handlung von Upgrade

Grey und Asha sind gerade mit ihrem Auto unterwegs, als sie nicht nur einen schlimmen Autounfall erleiden, sondern kurz danach auch noch Opfer eines Gewaltverbrechens werden. Während Grey mit gelähmten Körper nur knapp dem Tod entkommt, muss er mit ansehen, wie seine Frau stirbt. Entsprechend hält sich sein Überlebenswillen auch in Grenzen, als ihm Eron Keen, einer seiner damaligen Klienten, ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet.

Keen ist im Besitz einer revolutionären Technologie. Dabei handelt es sich um den Computerchip namens STEM, der es Grey ermöglichen würde, sich wieder unbeschwert zu bewegen. Da Grey eh nichts mehr zu verlieren hat, willigt er ein, sich den Chip einpflanzen zu lassen.

Und tatsächlich sorgt STEM dafür, dass Grey seinen Körper wieder ohne Probleme bewegen kann. Dabei kann STEM noch viel mehr. In der Rolle eines starken Betriebssystems steht STEM seinem Wirt mit guten Ratschlägen zur Seite und bei Bedarf übernimmt das System sogar komplett die Kontrolle über Greys Körper und Bewusstsein. Grey, der nie wirklich ein Kämpfer war, will diese Möglichkeit nutzen, um die Übeltäter von damals ausfindig zu machen und ihnen ihrer gerechten Strafe zuzuführen.


Kritik zu Upgrade

Wenn man hört, dass ein Film nur wenig Budget zur Verfügung hatte und es sich dabei dann auch noch um einen Sci-Fi-Film dreht, dann neigt man schnell dazu, das Werk gar nicht erst anzurühren. Im Fall von „Upgrade“ sollte man diesem Drang jedoch widerstehen, denn man merkt dem Film seine limitierte Budgetierung nicht an.

Ganz im Gegenteil, wenn man sich das Setting ansieht, fühlt man sich beinahe in die Welt von Denis Villeneuves „Blade Runner 2049“ versetzt. Beim Blick auf die Kampfchoreografien wird man das Gefühl nicht los, dass die Wachowski-Schwestern an „Upgrade“ mitgewirkt haben. Und wenn man dann auch noch sieht, wie sich Logan Marshall-Green („Lou“) als Grey und Simon Maiden („Glitch“) als STEM ständig in amüsanten Wortgefechten verlieren, bleibt der Vergleich zum „Bad Boys“-Franchise natürlich nicht aus.

All das ist noch faszinierender, wenn man hört, dass der Schöpfer von „Upgrade“ eher im Horror-Genre beheimatet ist. „Upgrade“ haben wir nämlich Leigh Whannell zu verdanken, dem Lieblingsautor von Horror-Maestro James Wan („Conjuring“, „Saw“). Dabei muss sich Whannell längst nicht mehr im Schatten von Wan verstecken. Seine beiden Regiearbeiten „Insidious: Chapter 3 – jede Geschichte hat einen Anfang“ und „Der Unsichtbare“ sind der beste Beweis. Okay, wenn ich jetzt so im Nachhinein einen Blick auf „Upgrade“ werfe, dann hätte man anhand des ganzen Blutes und der Brutalität vielleicht eine Verbindung zum Horror-Genre machen können.

Natürlich klingt das zu schön, um wahr zu sein – tatsächlich erfindet „Upgrade“ in Sachen KI, Roboter etc. das Rad nicht neu – aber der Film macht trotzdem unheimlich Spaß. Lohnt sich, weil man „Upgrade“ das kleine Budget nicht im Geringsten ansieht. Typisch Leigh Whannell!