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2,4
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Diebinnen (2023)

Original-Titel: Voleuses
FSK: 16
01.11.2023 (DE) -   Action |   Komödie |   Laufzeit: 115 Min.

Doch lieber wieder Danny Ocean: In „Diebinnen“ planen Mélanie Laurent und ihre French-Girls einen allerletzten Coup für Netflix.

Cast

Die Handlung von Diebinnen

Carole (Mélanie Laurent) und Alex (Adèle Exarchopoulos) sind Freundinnen und Partnerinnen fürs Leben. Gemeinsam haben die beiden Diebinnen schon so einige geniale Dinger gedreht. Selbst vor der gefährlichsten Mission schrecken die beiden nicht zurück. Doch so langsam ist die Luft raus. Als der Einfluss ihrer Auftraggeberin, der mächtigen Patin (Isabelle Adjani), zunehmend größer wird, müssen sich Carole und Alex schnell etwas überlegen. Das Ende ihrer Gangster-Karriere? Vielleicht. Doch nicht ohne einen allerletzten Coup zum Abschied! Also nehmen sie die Mission an, Gemälde von unschätzbarem Wert zu entwenden – in der Hoffnung, so auch ihre Freiheit zu gewinnen. Doch zu zweit lässt sich der Job nicht erledigen: Mit der Ex-Rennfahrerin Sam (Manon Bresch) im Schlepptau machen sich die Frauen auf den Weg nach Korsika.

 Das Problem: Das Gemälde wird kurz nach ihrer Ankunft beschlagnahmt und sicher verwahrt...


Kritik zu Diebinnen

Was ist nur mit Hollywood los? Liegt's an den Streiks? Ist die Kreativität stiften gegangen? Wahrscheinlich alles irgendwo ein Teil der traurigen Wahrheit. Während Disney fast nur noch Sequels, Reboots und Live-Action-Adaptionen dreht, haben die Streaming-Anbieter scheinbar ChatGPT für sich entdeckt. Anders lässt es sich nicht erklären, dass nach dem hypermiesen „Ghosted“ mit Chris Evans und Ana de Armas bei Apple TV+ nun auch „Diebinnen“ bei Netflix verbrochen wurde. Denn wie schon beim Perücken-Gate „Ghosted“ hätte auch bei „Diebinnen“ nicht viel schiefgehen dürfen. Vor und hinter der Kamera war Mélanie Laurent aktiv, schauspielerisch sind auch noch junge Stars wie Adèle Exarchopoulos („Blau ist eine warme Farbe“) und Manon Bresch („Sterbliche“) dabei und genretechnisch bewegen wir uns hier auf lockerleichtem Ocean's Eleven-Niveau. Warum also geht „Diebinnen“ als einer der schlechtesten Filme des Jahres in die Geschichte ein?

Antwort: Das Skript. Wirklich menschlich ist hier nur wenig. Die Dialoge sind stumpf, unlustig und hölzern und die Entscheidungen unserer drei French-Girls, die ihr Schauspieltalent bei ihrer Ankunft am Set kurz mal an der Garderobe abgegeben haben, wirken maximal gewürfelt. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ziemlich genau wie bei „Ghosted“. Kann mir also niemand erzählen, dass hier keine KI am Werk war.

Doch auch sonst „Diebinnen“ nur wenig zu bieten. Die Kameraarbeit ist amateurhaft, kaschiert in den wackeligen Actionszenen alles andere als gekonnt das schmale Budget und etabliert mit Schauspielikone Isabelle Adjani eine der nervigsten Schurkinnen aller Zeiten. Einzig die Dynamik zwischen den drei titelgebenden Diebinnen birgt noch irgendwo Unterhaltungspotenzial. Hier und da blitzt das Herz der Story auf. Die Geschichte einer Freundschaft dreier Frauen, die einfach nur ihr Leben zurückhaben wollen. Theoretisch hätte „Diebinnen“ also der nächste Frankreich-Netflix-Hit werden müssen. Trauernder Konjunktiv.

Lohnt sich auf keinen Fall.