A24 hat sich längst als Label für zelebrierte Andersartigkeit etabliert. Schon die Trailer sind immer so geschnitten und musikalisch untermalt, dass es nur wenige Sekunden braucht, um zu erkennen, wer hier die kreativen Zügel in der Hand gehalten hat. So auch im Fall von „Mother Mary“. Der neue Film von Regisseur David Lowery, der zusammen mit A24 schon die massiv unterschätzte Artussagen-Gruselmär „The Green Knight“ und „A Ghost Story“ erschaffen hat, serviert uns kommendes Jahr einen eklektischen Mix aus Romanze, Traumabewältigung und semi-übernatürlichem Thriller.
Doch ähnlich wie „A Ghost Story“ will auch „Mother Mary“ kein Geisterfilm sein – steht sogar im Trailer.
Stattdessen nimmt uns „Mother Mary“ mit auf einen albtraumartigen Trip ins Leben von Mother Mary (Anne Hathaway). Der ikonische Popstar zählt zu den größten Sensationen ihrer Zeit. Unter dem Vorwand, ein neues Kleid für die anstehende Comeback-Tour anfertigen lassen zu wollen, zieht es sie eines Tages zurück in die alte Heimat, wo ihre frühere beste Freundin und Kostümbildnerin Sam (Michaela Coel) lebt. Doch schon bald wird klar, dass Mother Mary ganz andere Ziele verfolgt – und dass Sam die Vergangenheit keinesfalls vergessen hat.
Mit dabei in „Mother Mary“ sind auch Hunter Schafer, Kaia Gerber, Jessica Brown Findlay, Alba Baptista und FKA twigs. Letztere hat gemeinsam mit Charlie xcx auch den passenden Soundtrack komponiert. Brutales Line-up für eines der vielversprechendsten Indie-Projekte 2026. Generell auch schön zu sehen, dass sich David Lowery von seinem Disney-Desaster 2023 mit „Peter Pan & Wendy“ berappeln konnte. Selbst die talentiertesten Filmemacher sind eben nicht sicher vor Disneys einschnürender Live-Action-Maschinerie. Mit „Mother Mary“ kehrt er jetzt zu seinen Wurzeln zurück.
„Mother Mary“ startet im April 2026 in den US-Kinos. Einen deutschen Kinostart gibt's noch nicht.
