Die „Dead Boy Detectives“ ermitteln ab dem 25. April in einer achtteiligen Serie auf Netflix. Dahinter verbergen sich die Geister der Teenager Edwin Paine und Charles Rowland, die sich nach ihrem Tod gemeinsam als Ermittler versuchen. Für Serienfans sind sie keine Unbekannten: Ihren ersten Fernsehauftritt hatten sie in „Tot oder lebendig“, der dritten Folge der dritten Staffel von „Doom Patrol“, in der sie den Titelhelden durchs Jenseits halfen.
Ihre neue Serie ist jedoch kein Spin-off von „Doom Patrol“, sondern gehört mittlerweile zu einer ganz anderen Serie. „Dead Boy Detectives“ spielt im selben Universum wie „Sandman“ - was angesichts ihrer Entstehungsgeschichte auch Sinn ergibt. Die etwas anderen Nachwuchsdetektive wurden schließlich 1991 von Neil Gaiman und den Zeichnern Matt Wagner und Malcolm Jones III für die 25. Ausgabe des „Sandman“-Comics geschaffen. Danach tauchten sie immer wieder einmal in eigenen Comics auf, die sich ihr Universum mit „Swamp Thing“, „Doom Patrol“ und anderen DC-Comics für Erwachsene teilten.
Deshalb ist es durchaus nicht verwunderlich, dass „Dead Boy Detectives“ ursprünglich tatsächlich ein Ableger von „Doom Patrol“ war, auch wenn aus Altersgründen bereits damals andere Hauptdarsteller verpflichtet wurden. Die Serie sollte folgerichtig bei HBO Max (dem Heimatsender von „Doom Patrol“) laufen, bevor sie zu Netflix (dem Heimatsender von „Sandman“) wanderte. Der Hintergrund für diese Entscheidung war die Neuausrichtung der Film- und Serienstrategie von DC, in der die „Dead Boy Detectives“ schlicht keinen Platz mehr hatten. Einige der Überbleibsel dieser Vergangenheit bleiben uns dabei erhalten: So schlüpft beispielsweise Ruth Connell, vor allem bekannt als Hexe Rowena aus „Supernatural“, erneut in die Rolle der dämonischen „Nachtschwester“, die sie bereits in „Doom Patrol“ inne hatte.
Der restliche Cast wechselt kräftig durch. Der Anfang des 20. Jahrhunderts geborene Edwin Paine wird nun von George Rexstrew in seiner ersten großen Rolle verkörpert. Ihm zur Seite stehen der deutlich erfahrenere Jayden Revri („The Lodge“) als Charles Rowland sowie Kassius Nelson (White Lines“) als Medium Crystal Palace. Wie der erste Trailer zu „Dead Boy Detectives“ verrät, schaut zudem der Tod (Kirby) aus „Sandman“ zumindest für eine Stippvisite vorbei.
