Als ich 2025 „The Electric State“ pünktlich zum Streamingstart im März auf Netflix geschaut habe, war ich maximal geschockt, als ich direkt im Anschluss einen Blick auf die Kritiken warf. Gefühlt jeder schien den neuen Netflix-Blockbuster von Anthony und Joe Russo zu hassen, positive Worte waren generell Mangelware. Die meisten Experten und Filmfans nannten „The Electric State“ künstlich, inhaltsarm und stumpf – ein angeblich typisches Netflix-Produkt der Neuzeit.
Geschockt war ich deshalb, weil mich „The Electric State“ verdammt gut unterhalten hat – damals wie heute. Um meinen Standpunkt zu stärken, habe ich mir den Netflix-Blockbuster vor einigen Tagen erneut angeschaut. Und ich kann bestätigen: Das Ding rockt.
„The Electric State“ basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Simon Stålenhag und macht das ursprünglich eher verkopfte Kunstprodukt zum lebendigen Sci-Fi-Abenteuer voller fantastischer Buddy-Momente, starker Darsteller und erstklassigen Visuals. Ohne jetzt zu spoilern: Selbst das große Finale verzichtet auf ein sonst so typisches Happy End im klassischen Sinne und traut sich dabei, die Extrameile in Sachen Emotionalität und Trauma zu gehen.
In „The Electric State“ schlüpft „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown in die Rolle der jungen Träumerin Michelle. Nachdem die Welt in einer nahen Zukunft von hochintelligenten Robotern überrannt wurde und die Menschheit den Krieg mit den Maschinen nur gewinnen konnte, indem man die KI-Monster in eine abgeschirmte Zone verbannte, wurde Michelle von ihrer Familie getrennt. Ihr eigener Bruder starb bei dem Putsch, inzwischen lebt sie bei ihrem aggressiven Adoptivvater ein Leben in Tristesse. Das ändert sich jedoch, als eines Tages der kugelige Roboter Cosmo vor ihr steht und ihr mitteilt, dass ihr Bruder noch lebt! Gemeinsam mit dem schrägen Outlaw Keats (Chris Pratt) macht sich Michelle auf den Weg in die Zone, um ihren Bruder zu finden...
„The Electric State“ gibt's exklusiv auf Netflix.