Eigentlich fatal, dass Filme wie „Mercy“ überhaupt durchgewunken werden und eine derart große Bühne bekommen. Hollywood schädigt sich damit nur selbst, trotzdem ging das neue Projekt von Regisseur Timur Bekmambetov als einer der ersten Filme unter der Sony-Flagge Anfang 2026 in den Kinos an den Start. Doch so hochkarätig der Cast wirkt, so vielversprechend Bekmambetovs Anfänge mit Filmen wie „Wächter der Nacht“ auch waren, so handelt es sich bei dem KI-Action-Thriller um eine Produktion von Bazelevs Entertainment. Bekmambetovs ganz persönliches Produktionsstudio produzierte mit „Krieg der Welten“ unter anderem den vielleicht schlechtesten Film der letzten 20 Jahre und der Russe drehte zuletzt sogar das Musikvideo zu Till Lindemanns „Lubimiy Gorod“.
Der Kerl verkauft seine Seele, da wundert mich inzwischen leider gar nichts mehr.
Selbst wenn man mal kurz ausklammert, dass „Mercy“ als Propaganda für KI gedacht ist, hat der Film reichlich wenig zu bieten. Chris Pratt ist zur Abwechslung nur bedingt charismatisch, der Look des Films schwankt zwischen uninspiriert und trashig und Rebecca Ferguson ist auch nur da für den Paycheck. Würde mich nicht wundern, wenn Ferguson sämtliche Szenen in nur einem Tag abgedreht und dabei keinerlei Kontakt zu den anderen Darstellern gehabt hätte.
Doch worum geht's eigentlich in „Mercy“? Der Film spielt in einer Zukunft, in der die Gerichtsbarkeit einem angeblich fehlerfreien KI-System unterliegt. Wer angeklagt wird, muss sich vor der KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) verantworten. So auch Chris Raven (Chris Pratt): Als der Cop eines Verbrechens beschuldigt wird, das er jedoch nicht begangen hat, muss er alles dafür tun, seine Unschuld zu beweisen...
