Die Handlung von Eric

Wir befinden uns im New York der 80er Jahre, als wir Vincent Anderson, dem Puppenspieler und Schöpfer der Kindershow „Good Day Sunshine“, begegnen. Sein Job verlangt ihm alles ab und dann ist da noch die kriselnde Ehe mit seiner Frau Cassie.

Doch das ist nichts im Vergleich zu dem schmerzhaften Ereignis, das ihn noch widerfahren soll. Denn plötzlich verschwindet sein erst neunjähriger Sohn Edgar am helllichten Tag auf dem Weg zur Schule. Da ihn schlimme Schuldgefühle plagen, schließlich ließ er Edgar allein durch die Weltmetropole spazieren, klammert er sich an den letzten Hoffnungsschimmer, der ihm noch geblieben ist: Edgars Zeichnungen eines Monsters namens Eric. Wenn er dieses Monster zum Leben erweckt in seiner Kinderserie, vielleicht kann er so seinen Sohn wieder nach Hause holen?

Während Vincent also dieser verzweifelten Idee nachjagt, wird Detective Michael Ledroit mit dem Vermisstenfall betraut. Jedoch wird ihm seine geheime Identität zum Verhängnis und schon bald droht der Fall, zu den Akten gelegt zu werden.


Kritik zu Eric

Ein Puppenspieler und ein Monster unterm Bett, das lebendig wird? Das erinnert entfernt an den aktuellen Kinofilm „IF – Imaginäre Freunde“. „Eric“ ist aber das genaue Gegenteil von einem fröhlichen Kinderfilm.

Zum einen geht es in „Eric“ um eine Kindesentführung und ist vom Genre her eher in die Krimi-Sparte einzuordnen. Und auch die Persönlichkeiten hinter den Kulissen lassen keinen Zweifel daran, dass wir es mit hartem Tobak zu tun haben. Showrunner von „Eric“ ist nämlich Abi Morgan, deren Produktionen „Die eiserne Lady“, „Brick Lane“ und „Suffragette: Taten statt Worte“ alles andere als leicht verdauliche sind. Und auch die Stars, die sich in „Eric“ vor der Kamera zeigen, sind nicht gerade für ihre seichten Filme bekannt. So übernimmt die Rolle des verzweifelten Vaters the one and only Benedict Cumberbatch. Seine Rolle erinnert ein wenig an „The Power of the Dog“ oder „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“, doch auch als Kommissar wäre er gut besetzt gewesen, schließlich spielte er schon in „Sherlock“ den gewieften Privatdetektiv von Arthur Conan Doyle. Stattdessen wurde die Rolle des Detectives dieses Mal McKinley Belcher III zugeteilt, auch eine weise Wahl, denn er war in „Ozark“ 16 Folgen lang als der queere Agent Trevor Evans aktiv.

Lohnt sich, weil die Serie deutlich tiefgründiger und vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick vermuten mag.


Miniserie, 2024, 6 Folgen

Miniserie von Eric erstausgestrahlt am 29.05.2024

Wir befinden uns in New York City der 80er Jahre, als der Neunjährige Edgar Anderson auf dem Weg zur Schule plötzlich verschwindet. ... mehr