Ripley
8,8

Trailer starten

Ripley (2024)

Original-Titel: Ripley
16
04.04.2024 (DE) -   Drama |   Staffeln: 1

Ernstzunehmende Konkurrenz für Matt Damon. In der Miniserie „Ripley“ wird „Sherlock“-Antagonist Andrew Scott zum namensgebenden Hochstapler.

Die Handlung von Ripley

Der junge Tom Ripley kann nicht gerade behaupten, dass sein Leben nach Plan verläuft. Zwar lebt er in New York, doch dort muss er sich mit gelegentlichen Aushilfsjobs und krummen Dingern über Wasser halten. Entsprechend befindet sich Tom auf einer desaströsen Abwärtsspirale, als der millionenschwere Unternehmer Herbert Greenleaf auf ihn zukommt und ihm einen lukrativen Job anbietet. Tom soll nach Italien reisen und dort Herberts Sohn Dickie ausfindig machen und ihn zurück in die USA bringen.

Einfacher gesagt, als getan, denn Dickie macht keinerlei Anstalten, alsbald nach Amerika zurückzuziehen. Er verdingt sich in Italien viel lieber als glückloser Maler, als das Erbe seines Vaters anzutreten – und da kommt Tom eine Idee. Wie wäre es, wenn er einfach die Rolle von Dickie übernehmen würde?


Kritik zu Ripley

Der Streaming-Riese Netflix gräbt sich selbst das Wasser ab – mit der Miniserie „Ripley“.

Dem Titelhelden mag vielleicht nicht die Zeit davon rennen, wie es bei „Berlin“ der Fall ist und er ist sicherlich kein Verwandlungskünstler wie „Lupin“, doch unterschätzen sollte man den berühmten, fiktiven Hochstapler Tom Ripley trotzdem nicht.

Warum? Weil er in der neuen Miniserie „Ripley“ von niemand Geringerem als Andrew Scott gespielt wird. Die Rolle ist einfach wie für ihn gemacht, wenn man bedenkt, dass er bereits in „Sherlock“ als Antagonist Moriarty einen herrlich fiesen, einfallsreichen Charakter zum Besten gegeben und dafür sogar einen BAFTA gewonnen hat. Schauspieler Matt Damon sollte sich also warm anziehen, er hat nämlich Tom Ripley in dem 1999er Werk „Der talentierte Mr. Ripley“ spielen dürfen und bekommt mit Andrew Scott ernstzunehmende Konkurrenz.

Richtig gelesen! Der fiktive Hochstapler wurde früher schon für die große Leinwand adaptiert – ganze zweimal, um genau zu sein. Um „Ripley“ möglichst stark vom letzten Vorgänger abzugrenzen, hat Steven Zaillian, der vor allem für seine Hilfe am Drehbuch von „The Irishman“ bekannt sein dürfte, gegen einen Farbfilm entschieden. In einem Interview ließ der Showrunner verlauten, dass er sich die doch sehr düstere Erzählung nicht inmitten der Farbvielfalt Italiens vorstellen konnte. Eine weise Entscheidung.

Lohnt sich, weil die Miniserie nicht nur durch seinen Schwarz-Weiß-Look fesselt. Es ist vor allem Andrew Scotts eindrückliches Schauspiel, das alles und jeden in den Schatten stellt.


Miniserie, 2024, 8 Folgen

Miniserie von Ripley erstausgestrahlt am 04.04.2024

Tagtäglich strauchelt Tom Ripley von einem Aushilfsjob zum nächsten... ... mehr